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Soziale Arbeit unter Druck: Zu den Auswirkungen des Fachkräftemangels mit Fokus auf das Studium der Sozialen Arbeit

Abstract

Zusammenfassung

Die Praxiskoordination und -lehre in den Studiengängen der Sozialen Arbeit an den österreichischen Fachhochschulen fungiert als Brücke zwischen Lehre und Praxis. In diesem Beitrag werden die Auswirkungen und Implikationen des Fachkräftemangels in der Sozialen Arbeit mit Fokus auf das Studium und die damit verbundenen Entwicklungen untersucht. Aufgrund fehlender statistischer Daten wird der Referenzbereich Pflege zur Verdeutlichung der Situation herangezogen. Weiters werden die Ergebnisse einer Gruppendiskussion mit Praxiskoordinator*innen und Praxislehrenden aus den FH-Bachelorstudiengängen Soziale Arbeit aller neun Bundesländer präsentiert, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurde. Eine Frequenzanalyse des Portals Jobverteiler ermöglicht quantitative Aussagen zur Rekrutierung von Studierenden in Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Die qualitativen Forschungsergebnisse machen zum einen erhöhten Arbeitsstress und Vereinbarkeitsprobleme von Studierenden der Sozialen Arbeit sichtbar und verdeutlichen zum anderen die Belastungen, denen Sozialarbeiter*innen aufgrund des bestehenden Personalmangels in der Praxis ausgesetzt sind. Auch die quantitative Auswertung von Stellenangeboten lässt diesbezügliche Rückschlüsse zu. Abschließend werden Empfehlungen zur Behebung der oben genannten Problematik diskutiert, wie zum Beispiel eine rasch durchzuführende umfassende Evaluierung des Bedarfs an Fachkräften der Sozialen Arbeit in Österreich. 

 

Abstract

Fieldwork coordination and education in social work programs at Austrian universities of applied sciences act as a bridge between education and practice. This article examines the effects and implications of the shortage of social work professionals with a focus on intrinsic developments in study programs. Due to the lack of statistical data, the nursing system is used as a frame of reference to illustrate the situation. Methodically, a group discussion with coordinators and educators from all bachelor programs of universities of applied sciences across the nine federal states is presented by means of a qualitative content analysis. A frequency analysis of the portal “Jobverteiler” allows quantitative statements on the recruitment of students in various fields of social work. The qualitative research results reveal both increased work stress and compatibility problems of social work students, as well as stresses that social workers are exposed to in practice due to the existing shortage of personnel, which is also reflected in the quantitative evaluation of job offers. Finally, recommendations are made to solve the problems discussed above, such as a comprehensive evaluation of the need for social workers in Austria, which should be carried out as soon as possible.

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Author Biography

Dagmar Fenninger-Bucher

Dagmar Fenninger-Bucher, MA

dagmar.fenninger-bucher@fh-burgenland.at

Hochschullehrende und Praxiskoordinatorin FH Burgenland, Campus Eisenstadt; Nebenberuflich Lehrende FH Campus Wien; Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa).

Gabriele Kronberger (ogsa)

FH-Prof.in Gabriele Kronberger, MA MSc

gabriele.kronberger@fh-campuswien.ac.at

Praxiskoordination, Lehre und Forschung an der FH Campus Wien; Supervisorin in freier Praxis; Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (ogsa).


References