Imperiale Lebensweise und Grüne Soziale Arbeit
Abstract
Der Artikel beendet die in soziales_kapital erschienene Trilogie des Autors zur Sozialen und Politischen Ökologie. Im Zentrum steht der Begriff der imperialen Lebensweise, der von Ulrich Brand und Markus Wissen geprägt worden ist. Er hat viel Beachtung gefunden, freilich noch nicht in der Sozialen Arbeit. Die imperiale Lebensweise reproduziert sich durch Externalisierung und Exklusivierung. Ihre Ausbreitung ist eine Verallgemeinerung von etwas Nicht-Verallgemeinerbarem, denn sie geht auf Kosten von anderem und anderen. Insofern mit ihr Subjektivierung verknüpft ist, so wird im Beitrag argumentiert, lässt sich über Brand und Wissen hinaus auch von einer imperialen ErLebensweise sprechen. Im Rahmen dieser Überlegung werden begriffliche Ungenauigkeiten bei Brand und Wissen kritisiert und wird das Konzept entsprechend geschärft. Davon ausgehend kann die imperiale ErLebensweise als weiterer Grundbegriff der Grünen Sozialen Arbeit positioniert werden – schließlich sind deren Anstrengungen darauf gerichtet, die imperiale Lebensweise zu verändern.
Schlagworte: Grüne Soziale Arbeit, Politische Ökologie, imperiale Lebensweise, gesellschaftliche Naturverhältnisse, Externalisierung, Exklusivierung, imperiale ErLebensweise
Autor/innen-Biografie
Gregor Husi
Ist Soziologe und kam 1999 nach einem dreivierteljährigen Forschungsaufenthalt bei Pierre Bourdieu in Paris an die Hochschule Luzern. Seine gegenwärtigen Themenschwerpunkte sind Grüne Soziale Arbeit, soziale Kohäsion, Sozialtheorien und Professionalisierung.