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Männlichkeiten: Autoritäre Rückschläge und emanzipatorische Perspektiven

Abstract

Aktuelle autoritäre Entwicklungen zeigen eine soziale Remaskulinisierung und autoritäre Re-Souveränisierung von Männlichkeiten. Dies führt zum Erstarken maskulinistischer Identitätspolitik, die Gewalt, Homo- und Transfeindlichkeit sowie Sexismus normalisiert und Gleichstellung, Pluralität und demokratische Werte ablehnt. Soziale Arbeit und Männer*arbeit müssen aktiv auf diese Tendenzen einwirken. Der Beitrag verknüpft verschiedene theoretische Konzepte der kritischen Männlichkeitsforschung mit empirischen Analysen zu Remaskulinisierung und anti-emanzipatorischen Dynamiken. Rechte, autoritäre und ehrkulturelle Ideale werden beschrieben und mit eigenen Erfahrungen aus der Anti-Gewalt-Beratung in Wien verbunden. Der Beitrag zeigt, dass transformative Männer*arbeit individuelle, diskursive, politische und affektive Dimensionen integrieren muss, um autoritären Tendenzen entgegenzuwirken und demokratische Kultur zu stärken.

Schlagworte: autoritäre Männlichkeiten, kritische Männer*arbeit, Remaskulinisierung, Caring Masculinities, Performativität, Geschlecht, Affekt und Macht

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Autor/innen-Biografie

Peter Peinhaupt

Ich bin Sozialarbeiter und Sozialwissenschaftler und arbeite seit vielen Jahren in der Anti-Gewalt-Arbeit mit Männern*, zuvor war ich in der Jugendarbeit mit Fokus auf geschlechtsspezifische Ansätze tätig. Derzeit befasse ich mich in meiner Dissertation mit dem Wiener Gewaltschutz.


Literaturhinweise

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