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Vaterschaft in Haft

Abstract

Das von Erasmus+ geförderte Forschungsprojekt NESTOR hat sich mit der Implementierung und Evaluierung von Elternschulen für Väter in Haft beschäftigt. Dabei wurde festgestellt, dass es in Österreich zwar lokale aber keine bundesweiten Angebote für Väter in Haft gibt. Der Beitrag legt aus soziologischer Perspektive dar, inwieweit sowohl die individuelle Ausübung von Vaterschaft in Haft als auch eine bundesweite Unterstützung von inhaftierten Vätern durch die Bedingungen und Funktionsweisen des Strafvollzugs verhindert werden. Dazu werden zunächst drei Dimensionen von involvierter Vaterschaft (Verantwortung, Interaktion und Verfügbarkeit) definiert, um daran anschließend das Zusammenspiel verschiedener struktureller Faktoren bei der Vaterschaft in Haft zu beschreiben. Abschließend resümieren wir, dass die Haftbedingungen einer ganzheitlichen Ausübung der Vaterrolle aus empirischer und theoretischer Perspektive entgegenstehen. Daraus leiten wir ab, dass Elternschulen als bundesweite Projekte zur Verbesserung der Ausübung von Vaterschaft in Haft in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden sollten.

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Autor/innen-Biografie

Marion Neunkirchner

Marion Neunkirchner, BA MA

marion.neunkirchner@vicesse.eu

Forscht als Soziologin bei VICESSE Research GmbH zu Gewalt, Gefängnis, Digitalisierung und Technik. Hat BA Soziale Arbeit (FH Campus Wien) und MA Soziologie (Universität Wien) studiert, nun Dissertantin in Soziologie (Universität Wien). War Sozialarbeiterin im Strafvollzug (2015–2023) und ist seit 2024 in der Lehre (Techniksoziologie, FH Technikum Wien) tätig. Forschungsschwerpunkt: Strafvollzug.

Emanuel Tananau Blumenschein

Emanuel Tananau Blumenschein, BA

emanuel.tananaublumenschein@vicesse.eu

Arbeitet als Researcher bei VICESSE Research GmbH zu den Themen Häusliche Gewalt und Geschlecht. Studiert hat Emanuel Sinologie und Politikwissenschaften an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt Partizipation in Autoritären Regimen.


Literaturhinweise