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Prekäre Wohnverhältnisse sichtbar machen und die Wohnungsfrage in der Sozialen Arbeit partizipativ verhandeln: Prozesse und Implikationen des politisch-partizipativen Theaterprojekts Wohnen für ALLE

Abstract

Das politisch-partizipative Theaterprojekt Wohnen für ALLE steht im Zentrum des Beitrages. Hierin wird gezeigt, auf welche Weise der spezifische Ansatz des Projekts zu einer kritisch-politischen, solidarischen und partizipativ orientierten Sozialen Arbeit beitragen und damit der sogenannten „Wiederkehr der Wohnungsfrage“ proaktiv begegnen konnte. Kennzeichnend für das Projekt war, dass szenische und partizipative Vorgangsweisen verbunden wurden und der Perspektive von Menschen, die Erfahrungen mit prekären Wohnverhältnissen gemacht haben, besonderer Raum geschenkt wurde. Zudem spielten die Vernetzung und Kooperation mit fachlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen eine große Rolle, gerade auch dort, wo es um die Analyse und um die Entwicklung von Lösungsvorschlägen für leistbares, menschenwürdiges und bedürfnisgerechtes Wohnen in Graz und in der Steiermark sowie um politische Beteiligung und Einmischung geht.

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Autor/innen-Biografie

Michael Wrentschur

Lehrt und forscht am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft im Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Karl-Franzens-Universität Graz und ist künstlerischer Leiter von InterACT, der Werkstatt für Theater und Soziokultur. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Theaterpädagogik und Theaterarbeit in sozialen Feldern, Soziokultur und soziale Kulturarbeit, Armut und soziale Ausgrenzung, prekäre Arbeit/prekäres Wohnen sowie szenische und partizipative Forschungsmethoden. 2021 wurde er mit dem Österreichischen Wissenschaftspreis für Soziale Arbeit ausgezeichnet für Forumtheater, szenisches Forschen und Soziale Arbeit. Diskurse – Verfahren – Fallstudien, erschienen 2019 bei Beltz Juventa.


Literaturhinweise