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Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich

Abstract

Die Bundesgesundheitskommission und der Ministerrat haben 2011 die Erarbeitung von Rahmen-Gesundheitszielen beschlossen. Ausgehend vom Wissen, dass viele gesundheitsbestimmende Faktoren außerhalb des Gesundheitswesens liegen, wurde entschieden, dass die Erarbeitung der Rahmen-Gesundheitsziele dem Ansatz „Gesund-heit in allen Politikfeldern“ folgen und unter breiter Einbindung aller wichtigen Politik- wie Gesellschaftsbereiche erfolgen soll. Die 10 Rahmen-Gesundheitsziele wurden in einem einjährigen Prozess entwickelt und von der Bundesgesundheitskommission und dem Ministerrat im Sommer 2012 be-schlossen. Chancengerechtigkeit und Sozialkapital waren Schlüsselaspekte, die bei der Definition der Ziele Berücksichtigung fanden. Die Rahmen-Gesundheitsziele stellen einen ersten Schritt eines längerfristigen Prozesses zur Erarbeitung und Umsetzung einer Strategie „Gesundheit für alle“ dar. In 2011 the Bundesgesundheitskommission (federal health commission) and the Austrian Council of Ministers decided that health targets at federal level should be developed. Based on the recognition that the health of the population is determined by living conditions and lifestyles which are influenced by many sectors and not by the health care sector alone, it was decided that the Health in All Policies should be the core principle for the health targets and that broad participation of relevant sectors of policy as well as civil society is key in the process of elaboration. The 10 health targets developed in a one-year process were officially approved by the Bundesgesundheitskommission and the Council of Ministers in Summer 2012. Equity and social capital were among the key aspects taken into account for defining the health targets. The health targets are just a first step in a longer-term process to come up with and implement an Austrian strategy “Health for all” based on a Health in All Policies view. Keywords: Gesundheitsziele, Chancengerechtigkeit, Sozialkapital, Partizipation, Gesundheitsförderung, Prävention Der Artikel präsentiert den Prozess und die Ergebnisse der Erarbeitung von Rahmen-Gesundheitszielen für Österreich. Die Themen Chancengerechtigkeit und Sozialkapital als wichtige Bezugspunkte der Auswahl und Definition der Gesundheitsziele werden ausführlicher dargestellt. Der Beitrag ist eine überarbeitete und stark gekürzte Fassung eines Berichts zu den Rahmen-Gesundheitszielen, der unter http://www.gesundheitsziele-oesterreich.at/praesentation/10-rahmen-gesundheitsziele-fuer-oesterreich/ zum Download zur Verfügung steht.
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Autor/innen-Biografie

Sabine Haas

Mag. Dr. Sabine Haas, Jg. 1963 Sabine.Haas@goeg.at Studium der Soziologie an der Sozial- und Wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien - Studienzweig Soziologie; koordiniert an der Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich ÖBIG den Arbeitsbereich Prävention. Nach langjährigen Arbeitsschwerpunkten zu den Themen HIV/AIDS und Drogen/Sucht in den letzten Jahren vor allem mit Grundlagen von (struktureller) Prävention und Gesundheitsförderung, Strategien zur intersektoralen Verankerung von Gesundheit sowie mit den sozioökonomischen Determinanten der Gesundheit befasst.

Gudrun Braunegger-Kallinger

Mag. Gudrun Braunegger-Kallinger, Jg. 1973 Gudrun.Braunegger@goeg.at Soziologin, Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Doktoratsstudium der Soziologie laufend; Nach wissenschaftlicher Mitarbeit an der Universität Wien, zu Themenschwerpunkten Zivilgesellschaft, Beteiligung von Laien im Gesundheitswesen, PatientInnenorganisationen, seit 2010 an der GÖG als Gesundheitsreferentin im Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich zum Themenbereich gesundheitliche Chancengerechtigkeit; weiterer Arbeitsschwerpunkt ist Gesundheitsförderungsforschung.

Christine Knaller

Mag. (FH) Christine Knaller, Jg. 1985 Christine.Knaller@goeg.at Gesundheitswissenschaftlerin, Studium Gesundheitsmanagement im Tourismus an der FH JOANNEUM, postgradualer Universitätslehrgang Public Health an der Medizinischen Universität Graz, seit März 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Gesundheit Österreich/Geschäftsbereich ÖBIG, Arbeitsschwerpunkte sind Strategien und Instrumente zur Umsetzung von Health in All Policies, Gesundheitsfolgenabschätzung, Aufbereitung von Evidenz im Bereich Public Health/Gesundheitsförderung

Petra Winkler (Standortredaktion St. Pölten)

DI Petra Winkler, Jg. 1965 Petra.Winkler@goeg.at Studium der Raumplanung und Raumordnung an der TU Wien; koordiniert an der Gesundheit Österreich GmbH/Geschäftsbereich ÖBIG den Arbeitsbereich Gesundheitsberichterstattung. Im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung lag in den letzten Jahren der Arbeitsschwerpunkt auf bevölkerungsspezifischen Gesundheitsberichten, namentlich Frauen und insbesondere Kinder. Insgesamt ging es um eine stärkere Vernetzung mit Prävention und um die Erarbeitung von Gesundheitsförderungsstrategien, im Sinne des Public Health Action Cycle.


Literaturhinweise

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