Sozialarbeitswissenschaft in Österreich: eine Zwischenbilanz
Abstract
Grundlegende Ziele des Fachhochschulwesens wie Qualität, Berufsfeldorientierung, Durchlässigkeit, Autonomie und Verantwortung, Methodenbewusstsein, „Kunden“orientierung, Internationalisierung, Gender Mainstreaming und Diversity sowie Gemeinwohlorientierung gelten auch für deren Betätigung in Forschung und Entwicklung und werden für diesen Bereich konkretisiert. Dem gegenübergestellt wird die tatsächliche strukturelle Verankerung von Sozialarbeitsforschung in Österreichs Fachhochschulen, ihre Ziele, Leitlinien und deren Umsetzung. Die Bewertung der Differenz zeigt, dass der evidenten gesellschaftlichen Bedeutung des Bereichs nicht in ausreichendem Maße gerecht wird. Daraus ergibt sich die Forderung nach einer nationalen Forschungsstrategie.Autor/innen-Biografie
Klaus Posch
FH-prof. HR Mag. Dr. Klaus Posch, Jg. 1950 klaus.posch@fh-joanneum.at Fachhochschul-Professor und Leiter des Studiengangs Sozialarbeit mit Ausbildungsschwerpunkt Sozialmanagement an der FH JOANNEUM in Graz. Zuvor ab 1979 Bewährungshelfer und von 1983 bis 2001 Leiter der Bewährungshilfe Steiermark. Studium der Evangelischen Theologie, Psychologie und Soziologie an den Universitäten Wien und Salzburg; außeruniversitäre Ausbildungen ua zum Psychoanalytiker und Gruppenpsychotherapeut. Publikationen auf den Gebieten der Sozialen Arbeit, insbesondere Methoden in der Sozialarbeit, klinische Psychologie (Dissozialität), Psychoanalyse und Sozialmanagement.
Frederic Fredersdorf (Standortredaktion Graz & Vorarlberg)
Prof. (FH) Dr. Frederic Fredersdorf, Jg. 1955 fre@fhv.at Examinierter Sport- und Geschichtslehrer, promovierter Soziologe und habilitierter Erziehungswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Weiterbildung (Freie und Technische Universität Berlin). Seit April 2009 leitet er den Forschungsbereich „Sozial- und Wirtschaftswissenschaften“ an der Fachhochschule Vorarlberg (FHV). Zwischen 2002 und 2009 war er dort für die sozialarbeiterischen Studiengänge verantwortlich, in denen er nach wie vor zu Aspekten der empirischen Sozialforschung lehrt. Seit Anfang der 90er Jahre fungierte er in Deutschland als Bildungsmanager, Sozialforscher, Dozent und Unternehmensberater in leitender Position von Non-Profit-Organisationen, Unternehmen und Hochschulen. Forschungsschwerpunkte und -projekte stammen aus den Bereichen Bildung (Bildungscontrolling), Gesundheit (Suchthilfe, Suchtprävention, Gesundheitsmanagement) und Soziales (Sozialkapital, Sozialerhebungen, Kulturstudien). Frederic Fredersdorf begutachtet seit 2008 im Auftrag des österreichischen FH-Forschungsforums eingereichte Tagungsbeiträge sowie im Auftrag der österreichischen Ernst-Mach-Gesellschaft eingereichte Stipendiatsanträge ausländischer Studierender. Seit 2012 ist er zudem als einziger Sozialwissenschaftler Senatsmitglied in der österreichischen Christian-Doppler-Gesellschaft (JR-Kurie) zur Begutachtung von Förderanträgen zu Josef-Ressel-Zentren.