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Jungen und Heimweh. Geschlechtersensible Bildungsarbeit zur Bewältigung emotionaler Probleme von Jungen im Berufsschulinternat.

Abstract

Keywords: Heimweh, Jungen, geschlechtsspezifische Sozialisation, Emotionen, Sozialpädagogik, Berufsschulinternat In der pädagogischen Erziehungs- und Bildungsarbeit in einem Internat, in dem nur männliche Jugendliche untergebracht sind, sind Betreuer und Betreuerinnen mit unterschiedlichsten Sozialcharakteren und Persönlichkeiten und damit auch mit einer Vielzahl von emotionalen Stimmungslagen konfrontiert. Für männliche Jungendlich ist der Lebensraum Berufsschulinternat eine Herausforderung, die sich zwischen Selbstverwirklichung und kollektiver Anpassung abspielt. Jungen reagieren in diesen sozialen Räumen völlig unterschiedlich, die einen zeigen Gefühle die ihrem sozialen Status Wertschätzung und Anerkennung verschafft während die anderen mit Verlustgefühlen und Angst reagieren. Manche Emotionen werden nach außen gezeigt andere wiederum bleiben sozusagen im Inneren verborgen. Es zeigt sich, dass viele Jungen die ins Internat kommen, von mehr oder weniger starken Heimwehgefühlen betroffen sind. Heimweh löst eine Vielzahl von emotionalen Zuständen und inneren Regungen aus und stellt neben dem Liebeskummer eine der großen Herausforderung für Jugendliche dar, die sie zu bewältigen haben. Wie sich das Phänomen Heimweh charakterisieren lässt und wie Jugendliche angemessene Unterstützung von ihren BetreuerInnen erfahren wird u.a. in diesem Artikel skizziert. For male teenagers the habitat of vocational boarding school is a challenge that takes place between self-realization and collective adjustment, and emotional alienation. Boys respond in these social spaces completely different. Some show feelings to their social status, respect and recognition as the others react with feelings of loss and fear. Some emotions are shown to the outside in turn, others remain hidden inside. The example of a vocational boarding school has shown that many boys, who come to boarding school, are affected by more or less strong feelings of homesickness. Nostalgia triggers a variety of emotional states and inner impulses. It is a major challenge for young people, they have to overcome. How the phenomenon homesickness can be characterized and young people can be supported by their supervisors in a gender-sensitive way, will be included in this article.
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Autor/innen-Biografie

Regina Mikula

Ao.Univ.-Prof in. Maga. Drin. Regina Mikula, Jg. 1959 regina.mikula@uni-graz.at Studium der Pädagogik an der Karl-Franzens Universität Graz und der Universität für Bildungswissenschaft in Klagenfurt. Außeruniversitäre Ausbildungen in Systemtheorie II. Ordnung und als Reteaming-Coach (Mitglied der European Reteaming Society; Helsinki). Lehrt und forscht am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft im Arbeitsbereich Angewandte Lernweltforschung. Arbeitsschwerpunkte: Lernen und veränderte Lernwelten, Soziales Kapital, Biografie und Lebenswelt, Systemtheorien und Konstruktivismus, feministische Bildungstheorien u.a. In außeruniversitären Einrichtungen lehrt sie z.B. Systemische Pädagogik, Hochschuldidaktik, Biografiearbeit, Organisationsmanagement und wissenschaftliche Textproduktion.

Gerald Hubner

Cand. Bakk.phil. Gerald Hubner, Jg. 1969 g_hubner@gmx.at Arbeitet im Lehrlingshaus (Internat für Schüler, die die Berufsschule für Kfz-Techniker besuchen) in Arnfels als Betreuer und studiert am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz.

Astrid Koreimann (Standortredaktion Graz)

Bakka. phil. Astrid Koreimann, Jg. 1983 astrid.koreimann@uni-graz.at Studiert an der Karl-Franzens-Universität Graz das fakultätenübergreifende Masterstudium "Interdisziplinäre Geschlechterstudien" und am Institut für Bildungs- und Erziehungswissenschaft „Erwachsenenbildung/Lebensbegleitendes Lernen", an welchem sie auch als Studienassistentin im Arbeitsbereich der Angewandten Lernweltforschung tätig ist. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Hochschuldidaktik und des Nationalen Qualifikationsrahmens


Literaturhinweise