Feministische Soziale Arbeit im Kontext der Vermeidung von Wohnungslosigkeit: Wie lilawohnt auf intersektionale Diskriminierung antwortet und im Feld agiert
Abstract
In diesem Beitrag wird gezeigt, wie die Innsbrucker Organisation lilawohnt (bis 2023 DOWAS
für
Frauen) Wohnungslosigkeit von Frauen* bekämpft. In einem ersten Schritt wird dargestellt, an welchen Stellen die Angebote von lilawohnt ansetzen, wie sie theoretisch verortet sind und welche Bedeutung das Konzept der Intersektionalität für die Arbeit der Organisation hat. Geschlechtergerechtigkeit wird dabei als zentraler Anspruch in einem Feld fokussiert, in welchem das Geschlecht der Adressierten eine benachteiligende Komponente im harten Kampf um das Grundrecht Wohnen darstellt. Die Auseinandersetzung wird gerahmt durch einen Überblick über die historische Entwicklung der Organisation. Davon ausgehend werden neuere Entwicklungen nachgezeichnet, beispielsweise die Umsetzung des Housing-First-Konzepts für Frauen* oder eine Peer*-Einbindung.
Schlagworte: Frauen*, Wohnungslosigkeit, Intersektionalität, Geschlechtergerechtigkeit, Housing First, Peers*
Autor/innen-Biografie
Julia Schratz
Ist Erziehungswissenschafterin, Geschäftsführerin von lilawohnt, Lehrbeauftragte am Management Center Innsbruck (MCI) für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Sozialpolitik und selbstständig im Bereich Gendergerechtigkeit und Bildungs- und Berufsberatung.