Eine Frage der fachlichen Haltung: Die interprofessionelle Kooperation zwischen Polizei und Sozialer Arbeit in der gemeinwesenorientierten Prävention von Partnergewalt
Abstract
Der Artikel befasst sich mit der Kooperation von Sozialer Arbeit und Polizei in der gemeinwesenorientierten Prävention von Partnergewalt in Österreich. Ausgangspunkt dafür ist eine Untersuchung der Zusammenarbeit zwischen dem Projekt StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt und der Polizei. Im Beitrag werden der Einfluss der historisch gewachsenen, institutionalisierten, interprofessionellen Kooperation zwischen Sozialer Arbeit und Polizei im Gewaltschutz und der Präventionstrend in den Blick genommen. Außerdem wird problematisiert, dass es sowohl an einer klaren Konzeptualisierung der Community-Policing-Initiative GEMEINSAM.SICHER als auch einer fundierten sozialarbeitswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Prävention mangelt. Der Artikel plädiert für eine machtkritisch-fachliche Reflexion der Sozialen Arbeit, unter Beachtung ihres Tripelmandats und des abolitionistischen Konzepts der Transformative Justice.
Autor/innen-Biografie
Clara Bauer
Studium der Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien (BA) und der Sozialraumorientierten Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Campus Wien (MA). Derzeitige Tätigkeit: Projektkoordinatorin bei StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) in Wien.