„Geh dich ritzen, Elefant“ 2.0
Abstract
Zusammenfassung
Im Jahr 2015 wurde in diesem Journal der Beitrag „‚Geh dich ritzen, Elefant!‘ Aktuelle Erfahrungswelten von als ‚besonders schwierig‘ etikettierten Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe“ veröffentlicht. Der Artikel, welcher sich auf eine qualitative Erhebung zum subjektiven Erleben der Nutzer*innen/betroffene Personen des Kinder-, und Jugendhilfesystemes bezog, erregte vor allem im Bundesland Kärnten großes Aufsehen. Es kam sogar zu einer Klagedrohung durch eine Einrichtung und zur Übermittlung des Beitrags an die Staatsanwaltschaft durch die zuständige Landesbehörde. Acht Jahre später wurden in einem vergleichbaren Kontext Interviews mit demselben Leitfaden geführt. Ziel der Folgestudie war es, herauszufinden, ob in den vergangenen acht Jahren signifikante Veränderungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe stattgefunden haben.
Abstract
In 2015, the article „‚Geh dich ritzen, Elefant!‘ Aktuelle Erfahrungswelten von als ‚besonders schwierig‘ etikettierten Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe“ was published in this journal. The article referred to a qualitative survey of the subjective experiences of users/affected people of the children and youth welfare system. It caused controversy, particularly in the state of Carinthia. One organization made a threat of legal action, and the responsible state authority forwarded the article to the public prosecutor’s office. Eight years later, interviews were conducted under the same guideline and in a similar context. The aim of the follow-up study was to determine significant changes that might have occurred in the field of child and youth welfare over the past years. The findings of this second investigation are presented below.
Autor/innen-Biografie
Hubert Höllmüller
FH-Prof. Mag. Dr. Hubert Höllmüller
h.hoellmueller@fh-kaernten.at
Professur am Studiengang Soziale Arbeit der FH Kärnten, Schwerpunkt Kindheit/Jugend, internationaler Koordinator, Forschungen zur Kinder- und Jugendhilfe in Österreich, zu Slowenien und zum Westsaharakonflikt. Doktoratsstudium der Philosophie an der Carl-Franzens-Universität Graz mit Schwerpunkt Erkenntnistheorie und Wissenschaftstheorie. Aktuelle Publikationen: Niederschwelligkeit
in der Sozialen Arbeit (Hg. mit Helmut Arnold), Juventa 2017; Erasmus goes Westsahara (Hg. mit Lisa Bebek und Franziska Syme), Drava Verlag 2019; „Kritik des reinen Konstruktivismus in der Sozialen Arbeit“, in: soziales_kapital 2021; „Schwelle“, in: Sozialraum. Eine elementare Einführung, Springer VS 2022.
Simone Tillian (Standort Feldkirchen)
Simone Tillian, BA
simone.tillian@stud.fh-campuswien.ac.at
Gründungsmitglied des Vereins Momo Austria, Selbstvertretungsverein von jungen Erwachsenen mit Kinder- und Jugendhilfebiographie.