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Frauen*spezifische Wohnungslosigkeit und Gewalt gegen Frauen*: Perspektiven und Entwicklungsvorschläge aus Theorie und Praxis

Abstract

Zusammenfassung

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen* und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, erkennt Gewalt gegen Frauen* als Menschenrechtsverletzung und Form der Diskriminierung an. Ihre Ratifizierung 2013 stellte einen großen Schritt für Frauenrechte in Österreich dar. Zehn Jahre später ist Männer*gewalt gegen Frauen* nach wie vor ein weit verbreitetes und tagesaktuelles Phänomen. Dies gilt auch für Gewalt gegen wohnungslose und obdachlose Frauen*, die häufig genauso unsichtbar ist wie weibliche* Wohnungslosigkeit selbst. Wohnungslose Frauen* sind aufgrund von strukturellen Ausschlüssen aus den Hilfesystemen, prekären Lebensumständen und den Auswirkungen mehrfacher Diskriminierung besonders gefährdet für geschlechtsspezifische Gewalt. Der folgende Artikel ist eine Aufforderung, über Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Fachwelt zu reflektieren, durch die betroffenen Frauen* Zugang zu Schutz und Unterstützungssystemen gewährt wird und die wirksame Strategien zur Beendigung der Gewalt gegen wohnungs- und obdachlose Frauen* darstellen.

 

Abstract

The Istanbul Convention on violence against women, adopted by the Council of Europe, recognizes violence against women* as a violation of human rights and a form of discrimination. Its ratification in Austria in 2013 marked a significant step for women’s rights. However, even ten years later, male violence against women* remains a prevalent phenomenon, including gender-based violence against homeless women*. These women* live under precarious circumstances and experience various forms of discrimination, particularly being excluded from social services, which makes them highly susceptible to violence. Their vulnerability often remains as invisible as homelessness of women* itself. The following article is an invitation to reflect on solutions for integrating all women* impacted by gender-based violence into a needs-based support system and to implement strategies that effectively put an end to gender-based violence against homeless women*. 

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Autor/innen-Biografie

Barbara Unterlerchner

Mag.a Barbara Unterlerchner, MA 

barbara.unterlerchner@neunerhaus.at

Juristin und Kriminologin in Wien, hat langjährige Erfahrung als Beraterin und Trainerin zu Gewalt-schutz, Opferrechten und Gleichbehandlungsfragen. Derzeit arbeitet sie als Referentin für Grund-lagen und Policy Arbeit mit dem Schwerpunkt Sozialpolitik und Recht bei der Sozialorganisation neunerhaus.

Bojana Bonić

Bojana Bonić, MA 

bojana.bonic@gmail.com 

Juristin und Kriminologin in Wien, hat langjährige Erfahrung als Beraterin und Trainerin zu Gewalt-schutz, Opferrechten und Gleichbehandlungsfragen. Derzeit arbeitet sie als Referentin für Grund-lagen und Policy Arbeit mit dem Schwerpunkt Sozialpolitik und Recht bei der Sozialorganisation neunerhaus.

Anna Aszódi (Standort Wien)

Anna Aszódi, BA 

anna.e.aszodi@gmail.com

Sozialarbeiterin in Wien, war als studentische Forschungsassistenz an der FH Campus Wien tätig, im Zuge dessen Mitarbeit in diversen Forschungsprojekten des Department Soziales. Sie arbeitet derzeit im Chancenhaus des Arbeiter-Samariterbund Wien (Wiener Wohnungslosenhilfe, Schwerpunkt Frauen*beratung und -betreuung) und studiert Soziologie im Master. 


Literaturhinweise

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