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Normalisierung als Diskurs der entstehenden Fürsorge in Österreich 1900-1935

Abstract

Der vorliegende Artikel versucht auf Basis der Normalisierungstheorien von Jürgen Link und Michael Foucault eine diskursanalytische Interpretation der Entstehung der modernen Fürsorge in Österreich im Zeitraum von 1900 bis 1935 vorzunehmen. Anhand zeitgenössischer theoretischer und praxisorientierter Texte wird versucht zu zeigen, dass die Entstehung der modernen Fürsorge in Österreich neben politischen, humanitären und weiteren Aspekten auch mit einem starken Normalisierungsschub verbunden war, sowohl auf der Ebene des einzelnen abweichenden Individuums als auch auf der Ebene der Gesamtbevölkerung. Anhand eines durchgängig binären Codes von normal und abweichend, gesund und krank, produktiv und unproduktiv, lebenswert und lebensunwert, um nur einige Codierungen zu nennen, arbeitete die entstehende Fürsorge Hand in Hand mit Medizin, Psychologie, Pädagogik, Jurisprudenz und Bevölkerungspolitik an der Herstellung des normalisierten Individuums, der „Normalbevölkerung“.

Schlagwörter

Fürsorge, Normalisierung

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Autor/innen-Biografie

Alexander Brunner (Standort Wien)

Dr. Alexander Brunner Studium der Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Geschichte in Klagenfurt und Wien; Lebens- und Sozialberater, Gestaltberater und Gestaltpädagoge, Lektor an der Universität Wien im Bereich Bildungswissenschaften und an der FH Campus Wien im Bereich Soziale Arbeit; Forschungsschwerpunkte: Beratung- und Beratungstheorien, Geschichte der Sozialen Arbeit, Jugend und Medien, Jugendarbeit, Bildungstheorie und Normalisierungstheorien. www.lifeskills.at


Literaturhinweise

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