Voreilender Gehorsam. Über ein Moment des sozialen Masochismus und die Auf-Gabe der Sozialen Arbeit.
Abstract
Die Überlegungen der folgenden Zeilen wollen unter besonderer Berücksichtigung des den Alltag spätkapitalistischer Gesellschaften bestimmenden voreilenden Gehorsams den Begriff des Masochismus in die kultur- und sozialphilosophische Fragestellung nach der Anpassung an Herrschaftssysteme mit einbeziehen. Beabsichtigt ist nicht, die vielschichtige psychoanalytische Forschung durch eine neue psychoanalytische Theorie zu bereichern, sondern im Ausgang der Analysen Freuds und Reiks Aspekte der Masochismusforschung herauszugreifen und im Hinblick auf die Aufgabe und das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit zu entfalten.Autor/innen-Biografie
Johannes Vorlaufer (Standortredaktion Wien)
Prof. (FH) Mag. Dr. Johannes Vorlaufer, Jg. 1959 johannes.vorlaufer@fh-campuswien.ac.at Studium der Philosophie, Psychologie, Politikwissenschaft und Theologie in Wien und München, Promotion 1986. Derzeit Lehrender an der FH Campus Wien am Bachelorstudiengang Sozialarbeit und am Masterstudiengang sozialraumorientierte und klinische Soziale Arbeit; zuvor Unterrichtstätigkeit am Institut für Philosophie der Universität Wien, in Einrichtungen der Erwachsenenbildung und an AHS. Publikationen u.a.: Das Sein-lassen als Grundvollzug des Daseins. Eine Annäherung an Heideggers Begriff der Gelassenheit. Passagen-Verlag, Wien 1994; Personales Selbstsein. Phänomenologische Versuche zum Wesen menschlichen Daseins.Verlag tredition, Hamburg 2010; Im Anspruch des Anderen. Beiträge zur sozialphilosophischen und ethischen Dimension der Sozialen Arbeit. Shaker Verlag, Aachen 2011.