Krise und Gerechtigkeit: Zur Politik der Sozialen Arbeit
Abstract
Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise hat einige fundamentale Spannungen jeder Politik und sonstigen Praxis der sozialen Gerechtigkeit noch deutlicher sichtbar gemacht. In den strategischen Problemen einer sich nicht bloß als Elendsverwaltung verstehenden Sozialen Arbeit treten diese Spannungen besonders offen zu Tage. Zwei Spannungsfelder werden näher beleuchtet: das Verhältnis zwischen der richtigen Gestaltung gesamtgesellschaftlicher Institutionen und einer Praxis der effizienten Intervention in Mikrokontexte zur Beförderung von Interessen Benachteiligter; und weiters das Verhältnis zwischen Gerechtigkeitsideal und Gerechtigkeitspolitik unter komplexen Bedingungen moralischer Suboptimalität.Autor/innen-Biografie
Christian Hiebaum (Standortredaktion Graz)
ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christian Hiebaum, Jg. 1969 christian.hiebaum@uni-graz.at Studium der Rechtswissenschaften; 1997-2007 Rechtsberater bei der Männerberatungsstelle Graz; 2003 Habilitation für Rechts- und Sozialphilosophie sowie Rechtssoziologie; seit 2003 Dozent am Institut für Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und Rechtsinformatik der Universität Graz. Arbeitsschwerpunkte: Rechtstheorie; Theorie der sozialen Gleichheit, der Gerechtigkeit und der Demokratie. Publikationen: Die Politik des Rechts. Eine Analyse juristischer Rationalität, Berlin – New York: Walter de Gruyter: 2004; Bekenntnis und Interesse. Essay über den Ernst in der Politik, Berlin: Akademie Verlag 2008.